Mia san - Zweiter: Auch die dritte Titelchance der Saison ist dahin für den FC Bayern, das große "Finale dahoam" ging verloren, wie es bitterer kaum sein konnte. Nach dem Schlusspfiff nur noch Leere, bei Spielern, Fans, Verantwortlichen - während Chelsea die Party steigen ließ.
Rund 165.000 Bayern-Fans und etwa 22.000 englische Fans haben in der Münchner Innenstadt am Samstag friedlich miteinander gefeiert. Die Polizei zog eine positive Bilanz. Zwar wurden 143 Personen festgenommen, allerdings handelte es sich dabei "eher um Kleinkram". Die Münchner U-Bahn lief indes am Limit, dem Fernsehen bescherte das Finale mehrere Rekorde.
Nach dem dramatischen Erfolg des FC Chelsea im Champions-League-Finale gegen Bayern München (4:3 i.E.) huldigte Europas Presse Chelseas Stürmer Didier Drogba. Auch die vertriebenen Geister von Moskau, wo die Londoner 2008 das Finale im Elfmeterschießen verloren, und Klubboss Roman Abramovich werden vielfach erwähnt. Für die am Boden zerstörten Bayern gab es viel Mitleid.
Die Bayern in Schockstarre, das Finale dahoam endete als Albtraum. Die Stimmung beim Bankett im Postpalast in München am späten Samstagabend glich der einer Trauerveranstaltung, konsterniert saßen Spieler und Verantwortliche an ihren Tischen. Als Karl-Heinz Rummenigge um Viertel nach zwei zum Mikrofon griff, rang auch der Vorstandschef um Worte.
Der Traum des FC Bayern vom Champions-League-Sieg vor heimischem Publikum ist zerplatzt! Trotz großer Dominanz der Münchner gewann der defensive und oft destruktive FC Chelsea das Finale im Elfmeterschießen mit 4:3 und damit seinen ersten Titel in der Königsklasse. In einer einseitigen Partie scheiterten die Münchner an ihrer mangelnden Chancenverwertung, in der Verlängerung vom Punkt und letztlich unglücklich im Elfmeterschießen.
München im Ausnahmezustand. Die ganze Stadt stand am Samstag im Zeichen des Champions-League-Finales. Während die Bayern-Profis vor dem Aufeinandertreffen mit dem FC Chelsea am späten Vormittag erst einmal wie gewohnt anschwitzten, traten zur Mittagszeit im Olympiastadion zahlreiche Altstars zum Promispiel an. Suker, Okocha, Eto'o und viele mehr vertrieben den Fans die Zeit bis zum großen Spiel. Der Tag im LIVE!-Ticker ...
Die ersten Entscheidungen beim Champions-League-Finale sind gefallen: Die beiden Trainer haben ihre Aufstellungen bekanntgegeben. Im Kampf um Europas Krone überrascht der FC Chelsea mit einem unbekannten Gesicht in der Startformation. Dies sind die 22 Männer, die den Titel holen sollen.
Als der FC Bayern im Frühjahr 2011 in der Liga bedenklich wankte und die Qualifikation zur Champions League immer heftiger bedroht war, bangte Uli Hoeneß frühzeitig und vorausblickend vor allem um diese Zulassung zur europäischen Premiumklasse. Stell' dir vor, es ist Finale in München und der FC Bayern darf in der Königsklasse von vornherein nicht mitmachen, nein, diesen Gedanken konnte der Präsident nicht ertragen. Nun hat sich alles wundersam gefügt.
Er ist einer der Bayern-Akteure, auf die es am Samstagabend beim Champions-League-Finale gegen den FC Chelsea besonders ankommt: Arjen Robben. Doch in dieser Woche bereitete der Flügelflitzer Sorgen, im Training musste der Niederländer geschont werden. Am Freitag gab Trainer Jupp Heynckes Entwarnung in Sachen Robben. Und er vertraut auf Anatoliy Tymoshchuk.